Schulische Maßnahmen der Ev. Jugendhilfe zur Vorbereitung auf den externen Hauptschul- und Realschulabschluss für nicht mehr Schulpflichtige
Seit dem Jahre 1986 besteht in unserer Einrichtung diese Beschulungsmöglichkeit. Hier werden Jugendliche betreut, die am öffentlichen Schulsystem gescheitert (kein Schulabschluss) und nicht mehr schulpflichtig sind.
Diese Beschulungsform zeichnet sich durch besondere Flexibilität aus. So werden die Jugendlichen nicht nur in Kleinstgruppen, sondern im Falle besonderer Lernschwierigkeiten bzw. besonderer Verhaltensauffälligkeiten auch einzeln unterrichtet. Dies ist besonders auch dann der Fall, wenn es darum geht, eine Konzentration von schwierigen Jugendlichen zu vermeiden, die selbst in einer Kleinstgruppe überfordert sind.
Je nach Leistungsstand des/der Jugendlichen wird auf Prüfungstermine hin vorbereitet. Diese Prüfungen finden einmal im Jahr, jeweils im Juni, statt. Abgelegt wird die Prüfung vor einer Kommission des Schulamtes. Prüfungsfächer sind Deutsch, Mathematik, Geschichte, Erdkunde, Physik, Biologie und Englisch.
Die erforderliche Beschulungszeit beläuft sich in der Regel von mindestens einem halben bis zu einem Jahr, in Ausnahmefällen über den Zeitraum hinaus - je nach Ausgangslage des/der Jugendlichen.
Vielfach ist durch die intensive Auseinandersetzung zwischen LehrerInnen und SchülerInnen in diesem Bereich die Möglichkeit vorhanden, völlig demotivierte Jugendliche wieder zur schulischen Arbeit zu bewegen.
Dieses Beschulungssystem ist nicht Teil des Regelschulsystems.